STROMTRASSE

ARBEITKREIS STROMTRASSE

Am 25. Juni 2014 wurde der Arbeitskreis Stromtrasse gegründet. Dieser Arbeitskreis sammelt Informationen und startet Aktionen. Das Team beteiligt sich auch an den Aktionen der befreundeten Bürgerinitiativen der näheren Umgebung. Jeder der Interesse an dem Thema hat ist herzlich willkommen mitzumachen. E-Mail an engagierte-buerger(a)gmx.de

 

Folgende Erkenntnisse konnten wir gewinnen:

Der Bau neuer Stromtrassen läuft diametral entgegen dem Bestreben nach einer echten Energiewende. Zweck der geplanten Stromtrassen ist in der Tat der Transport von Kohlestrom aus der Lausitz. Ziel der Energiewende ist jedoch nicht nur den Atomausstieg, sondern auch die Dekarbonisierung des Strommixes. Ein gangbarer Weg ist dabei die Installation eines fokusierten Kapazitätsmarktes mit dem Ziel, dass aufgrund des niedrigen Börsenpreises für Strom unrentabel gewordene Gaskraftwerke wieder in die Rentabilitätszone gebracht werden und bezüglich der Kohlekraftwerke eine Marktbereinigung stattfinden kann. Um die bei Abschalten der Atommeiler entstehende Deckungslücke zu kompensieren, gibt es mehrere Lösungsansätze jenseits des Baus von Stromtrassen. Die Energiewende muss in erster Linie dezentral und kleinteilig erfolgen. Denkbar wäre im Hinblick auf die Netzstabilität die Installation eines Phasenschiebers am Standort Gundremmingen, was allerdings aufgrund fehlender finanzieller Anreize schwierig ist.

 

Das Argument der Trassenbefürworter, dass der Markt in zwei Preiszonen gespalten würde, ist völlig haltlos. Faktisch existieren keine Engpässe. Selbst beim Abschalten aller Atommeiler würde nichts passieren, da der Stromüberschuss in Deutschland enorm und der existierende Verbund zuverlässig ist. Es gibt einen großen Pool an Backup/Reservekapazität, was allein schon an der unstrittigen Existenz nicht ausgelasteter Gaskraftwerke augenfällig ist. Das Problem ist also nicht der Mangel an Kraftwerken, sondern schlicht falsches Marktdesign. So muss derzeit beispielsweise Braunkohlestrom auch in Hochwindsituationen einspeisen, was aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht äußerst fragwürdig ist.

Das Drohszenario der Deckungslücke ist somit nicht existent. Sie zur Begründung eines Trassenbaus heranzuziehen entsprict der Argumentationslinie der Generation F.J. Strauß, welche ebenfalls mit dem Argument der drohenden Deckungslücke die Alternativlosigkeit des Baus von AKWs konstatierte.  Es ist übrigens ein Trugschluss anzunehmen, Atomstrom sei günstig. Der Aufbau und die Rechtfertigung des Baus von AKWs sind alleine der Tatsache des kalten Krieges und der damit einhergehenden militärischen Nutzung von nuklearer Technik geschuldet. Es gibt auf der ganzen Welt kein einziges wirtschaftliches AKW.

 

Das bestehende Netz ist großzügig dimensioniert. Auch der Trassenausbau kommt sehr gut voran. Im Jahr 2014 gab es einen Anteil von Eingriffen in die Erzeugungsleistung von Kraftwerken, um Leitungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen (Redispatch), von weniger als 0,5%.

 

Der Bau einer Trasse ist keine günstige Alternative. Bei Einbeziehung aller Kosten, die tatsächlich mit dem Bau einer Trasse einhergehen, ist ein Trassenbau der vorliegenden Dimension wesentlich kostenintensiver als beispielsweise der Bau von Stauseen.

 

Wirtschaftlich interessant ist der Trassenbau für diejenigen, die daran finanziell beteiligt seien. Eine gesetzlich garantierte Eigenkapitalverzinsung von 9% (bereinigte Rendite von mindesten 5%) gibt es in Niedrigzinszeiten sonst eher selten und stellt für die Netzbetreiber eine verlässliche Einnahmequelle dar, welche freilich über den Strompreis zu zahlen ist. Während die großen Stromabnehmer von der EEG-Umlage zumeist befreit sind und deren Strompreis auf ein Niveau von vor drei Jahren gesunken ist, zahlen die kleinen Verbraucher fleißig am verqueren Ausbaukonzept.

 

 

 

 

 

UNSERE AKTIONEN

 

Der Widerstand bleibt aufrecht

2016

In den Medien ist es ruhig geworden um das Thema Stromtrasse. Der Endpunkt wurde verschoben, die geplante Stromtrasse berührt und bedroht unsere Gemeinde nicht mehr unmittelbar. Dennoch ist das Thema nicht vom Tisch. Die ehemals Betroffenen zeigen geschlossen Solidarität mit den neuen Betroffenen. Das beliebte Sankt-Florian-Prinzip gilt bei uns nicht!

Aktion Stellungnahmen 2025

Dezember 2015

Auch gegen den neuen Netzentwicklungsplan 2025 wurden Stellungnahmen gesammelt. Der Widerstand gegen die Gleichstromstrasse bleibt bestehen, auch wenn er kein Medienecho mehr erfährt.

Spende für Klage - Aarhus Konvention

November 2015

Unser Verein hat sich wie alle anderen befreundeten Bürgerinitiativen mit eine Geldspende in Höhe von 100€ an einer geplanten Klage vor dem europäischen Gerichtshof in Straßburg zur Einhaltung der Aarhus Konvention beteiligt, um die Bürgerrechte in Europa zukünftig zu stärken.

Luftballonaktion in Marxheim

28. Juni 2015

Auf dem Sportplatz in Marxheim organisierte die BI Marxheim eine Aktionstag mit Luftballons. Die Luftballons stiegen Richtung Berlin mit einer Botschaft gegen die Gleichstromstrasse.

Wir waren dabei!

Politischer Abend mit Hubert Aiwanger

15. Juni 2015

Freie Wähler Chef Aiwanger lehnte in seiner Rede den Bau der Gleichstromtrassen ab. Eine Abordnung der Engagierten Bürger besuchte seinen Auftritt in Bergheim bei Neuburg.

Aktion Stellungnahmen 2015

März, April 2015

Wieder können die Bürger zur geplanten Gleichstromtrasse Stellung nehmen. Wir haben eine Musterstellungnahme erarbeitet und gehen von Haus zu Haus.

 

UPDATE:

Es wurden 772 Stellungsnahmen unterschrieben und an die Bundesnetzagentur per Post fristgerecht verschickt.

Die Anzahl der gesammelten Stellungsnahmen ist wieder ein großer Erfolg und zeigt, dass wir immer noch eine große Unterstützung in unserer Gemeinde für unseren Widerstand gegen die Süd - Ost Trasse haben.

 

Prof. Dr. Christian von Hirschhausen kommt nach Schweinspoint

20. Februar 2015

Natürlich sind wir dabei und bringen fundierte Informationen mit nach Hause.

Kundgebung Oettingen

25. Januar 2015

Mit unseren nagelneuen Warnwesten und zwei nicht mehr ganz so neuen Plakaten bewaffnet besuchen wir die Kundgebung auf dem Oettinger Marktplatz. 

BürgerForum live

21. Januar 2015

Der Bayerische Rundfunk kommt mit seinem Sendungsformat BürgerForum live mit Tilmann Schöberl nach Niederschönenfeld, um mit den Bürgern vor Ort über die geplante Stromtrasse zu diskutieren.

Prominente Gäste sind Erwin Huber (CSU) und Natascha Kohnen (SPD).

Wir sind natürlich mit von der Partie und beteiligten uns an der Diskussion.

Energiedialog mit Ilse Aigner

17. Januar 2015

Unser Mitglied Martin Hofmann vertritt unsere Interessen erneut beim Energiedialog der Bayerischen Staatsregierung in München.

Professor Christian von Hirschhausen

9. Dezember 2014

Wir besuchen einen Fachvortrag zum Thema Stromtrasse von Professor Christian von Hirschhausen in Creußen.

Energiedialog mit Ilse Aigner

10. November 2014

Wir folgen der Einladung zum Energiedialog des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Unser Mann in München bei den Gesprächen mit MdL Frau Ilse Aigner ist Martin Hofmann.

Aktion Licht an!

07. November 2014

Wir beteiligen uns an der Aktion "Licht an!" der BI Stromautobahn Relaisstation Buxheim. Es handelt sich um eine trassenweite Lichteraktion der Bürgerinitiativen gegen die Gleichstromtrasse zur Unterstützung von Aigners Energiedialog.

Infoabend mit Otto Kuffer

06. November 2014

Über 130 Zuhörer durften wir bei unserer Informationsveranstaltung zum Thema Stromtrasse mit dem Referenten Otto Kuffer begrüßen.

Plakate ohne Ende

November 2014

Im ganzen Gemeindegebiet bringen die Bürger ihren Unmut über die geplante Stromtrasse zum Ausdruck.  

Am Ball bleiben...

Oktober 2014

...ist das große Motto zum Thema "Kampf gegen die Stromtrasse". Unser AK Stromtrasse "verschönert" unsere Ortseingänge und setzt so Zeichen, dass wir uns eine Monstertrasse vor unserer Nase nicht werden bieten lassen.

Wir treffen Seehofer

11. September 2014

Wir beteiligen uns an der stillen Demo in Neuburg anlässlich der Eröffnung des neuen Gebäudes des Maschinenring.

Plakat bestellen

Seit Juli 2014 gibt es die Möglichkeit über unseren Verein Plakate gegen die Stromtrasse zu bestellen. Wer möchte kann jederzeit weiterhin eine Bestellung über uns machen.

Monstertrasse Oberndorf

2020?

So könnte das für Oberndorf aussehen. Die Perspektive wurde berücksichtigt für einen Trassenverlauf gemäß der Vorzugstrasse über den Golfplatz aus der Sicht des Johannes von Nepomuk.

Monstertrasse Eggelstetten

2020?

So könnte das für Eggelstetten aussehen. Die Perspktive wurde berücksichtigt für einen Trassenverlauf gemäß der Vorzugstrasse über den Golfplatz.

Oberfranken

13. August 2014

Beteiligung am Gesprächsaustausch der BIs mit dem Regierungspräsidenten von Oberfranken in Bayreuth.

Antwort von Seehofer

08. August 2014

Auf unseren Brief an Seehofer vom 6. Juli 2014 (siehe unten) haben wir eine Antwort erhalten.

Aktion zur BR-Radeltour

5. August 2014

Die Engagierten Bürger im Einsatz gegen die Stromtrasse im Rahmen der BR-Radeltour.

MdB Lange

26. Juli 2014

Bei der Gesprächsrunde mit MdB Lange in Marxheim beteiligen wir uns mit vier Mitgliedern. Das Gespräch offenbart eine gewisse Ohnmacht seitens der Politiker.

Infoabend der BI Nordendorf

17. Juli 2014

Wir besuchen den Infoabend der BI Nordendorf mit Referent Kuffer.

Brief an Horst Seehofer

6. Juli 2014

Gemeinsam verfassen wir einen Brief an Horst Seehofer, in dem wir ihn um seine Unterstützung im Kampf gegen die Trasse bitten und von unserer Sellungnahme-Aktion berichten.

Aktion menschlicher Strommast

29. Juni 2014

Bei der Aktion Menschlicher Strommast der BI Marxheim beteiligten wir uns mit rund 20 Personen.

Aktion Stellungnahmen

Mai 2014

Unsere erste große Aktion eine Woche nach Gründung der "Engagierten Bürger" mit grandioser Resonanz.

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